Begriffserklärungen

Burn Out - Dres. Hal und Sidra Stone - Gesprächstherapie - Lösungsorientierte Kurzzeitberatung - Teilpersönlichkeiten - Negative Glaubenssätze

Burn Out (chronische Erschöpfung)

Dieses Syndrom des "inneren Ausbrennens", Burn-out genannt, ist durch eine Reihe von recht unterschiedlichen Beschwerden  gekennzeichnet, die sich über einen längeren Zeitraum entwickeln: Man fühlt sich elend - emotional, geistig und körperlich ermüdet - und leidet unter vielfältigen Beschwerden.

Burn-Out
Symptome

Zum breiten Spektrum der Burn-Out-Symptome zählen vor allem Erschöpfung, Depression, Ängste, Schlaf-/ Konzentrationsstörungen, Herz-/ Kreislaufschwierigkeiten, chronische Schmerzen, sexuelle Probleme, Tinnitus, Hörstürze, funktionelle Magen-Darm-Beschwerden, sowie ein insgesamt geschwächtes Immunsystem. Es besteht eine erhöhte Unfallgefahr. Die Suchtanfälligkeit (Alkohol, Nikotin, Esssucht) steigt. In fortgeschrittenen Stadien besteht eine tiefe Resignation mit Suizidgefährdung.

Eine Erhebung der Lebensgeschichte Betroffener zeigt oft engagierte Menschen, die sich in ihrem Beruf oder für eine andere Aufgabe (Kinder, soziales Engagement) mit hoher Intensität einsetzen. Diese Interessen "im Außen" werden vor das Privatleben gestellt. Beziehungen oder Ehen leiden darunter oder brechen auseinander. Das Engagement für die Sache ist das Wichtigste im Leben der Betroffenen. Auf Rückschläge und Misserfolge reagieren sie empfindlich und arbeiten noch mehr.

Signale
erkennen

Signale des Körpers wie Erkältungen, Allergien, Verdauungs- und Gelenkprobleme werden nicht erst genommen. Kleinere entspannende Tätigkeiten und Hobbys sind nicht mehr interessant. Irgendwann bringt auch der Urlaub keine Entspannung mehr. Wird der Punkt verpasst, auf die entsprechenden Signale des Körpers und der Seele zu achten, ist damit der erste Schritt Richtung Erschöpfungssyndrom getan.

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Dres. Hal und Sidra Stone, die Entwickler des Voice Dialogue

Das amerikanische Therapeuten-Ehepaar Hal und Sidra Stone entwickelte den Voice-Dialogue-Prozess gemeinsam Anfang der siebziger Jahre. Beide sind promovierte Psychologen mit dem Interessenschwerpunkt C. G. Jung und Gestalttherapie.

Als wegweisend für die Entwicklung des Voice Dialogue bezeichnen sie ihre entgegengesetzten Persönlichkeitsstrukturen: er ist ein "laid back" Kalifornier, sie eine engagierte New Yorkerin.

Müde, sich ewig in den Haaren zu liegen, entdeckten sie "Bindungsmuster" zwischen einzelnen Stimmen auf - and lived happily ever after :-)

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Foto: www.voicedialogue.org

 

 

Gesprächstherapie

Der Mensch im
Mittelpunkt

Die Gesprächstherapie nach Rogers, die so genannte "klientenzentrierte Therapie", stellt den Menschen in den Mittelpunkt. Sie vertraut auf die Fähigkeiten des Patienten und verzichtet dabei bewusst auf "Experten", Techniken und "Rezepte". Es geht bei dieser Therapie darum, durch menschliche Beziehung von Person zu Person Hilfe anzubieten und Heilung durch Wertschätzung und positive Zuwendung zu ermöglichen.

Kraft zur
Selbstverwirklichung

Rogers geht von einem positiven Menschenbild aus. Er glaubt, dass in jedem Menschen die Kraft und die Möglichkeit zur Selbstverwirklichung vorhanden ist. Manchmal müssten diese Kräfte jedoch zuerst gelockert und befreit werden.

Wichtig ist, dass der Klient lernt, sich selbst grundsätzlich zu bejahen. Er soll auch Erfahrungen, die er bisher nicht bewältigen konnte und daher "verdrängte" in sein Selbstkonzept integrieren.

In einer Therapie nach Rogers muss der Therapeut dem Klienten folgende Werte entgegenbringen:

  • emotionale Wärme und Wertschätzung
  • Echtheit ("Ehrlichkeit im Empfinden" - Kongruenz)
  • Empathie (einfühlendes Verstehen)

Der Therapeut begegnet dem Klienten nicht als übergeordneter Fachmann, sondern als gleichgestellter Helfer. Er fasst das, was der Klient ihm gegenüber geäußert hat, in eigenen Worten zusammen, er äußert jedoch keine Diagnosen oder Ratschläge und versucht nicht zu überzeugen.

Therapiedauer

Eine Gesprächstherapie nach Rogers dauert mit meist 10-50 Stunden nicht lange.

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Lösungsorientierte Kurzzeitberatung

Tiefenpsychologische Therapie- und Beratungsmethoden sehen es als bedeutsam an, die hinter dem Problem eines Klienten liegenden Ursachen zu ergründen, um das Problem zu lösen. Die lösungsorientierte Kurzzeittherapie (nach Steve de Shazer) hingegen arbeitet vorwiegend an den Lösungsmöglichkeiten.

Nach der Theorie dieser Methode verfügt jede Person (bzw. jedes System) über alle Ressourcen, die es zur Lösung seiner Probleme benötigt, nimmt sie jedoch häufig nicht wahr oder nutzt sie nicht. Daher geht es bei der lösungsorientierten Kurzzeitberatung von vornherein weniger um die Analyse des Problems, als vielmehr um die Konstruktion von für den Klienten passenden Lösungen.

Lösen von alten
Verhaltensmustern

Diese bestehen darin, sich von bisherigen, das Problem begünstigenden Verhaltensmustern zu lösen. Der Klient verhält sich in typischen Situationen anders und setzt hierdurch Veränderungen bei sich und bei anderen in Gang. Auch in komplexen Situationen führen bereits kleine Veränderungen im Verhalten des Klienten zu einem Verbreitungseffekt. Dieser zieht seinerseits weit reichende Veränderungen im Verhalten aller übrigen im System Beteiligten nach sich.

Durch die Fokussierung auf die Fähigkeiten und Ressourcen des Klienten wird dieser dazu angehalten, seine Aufmerksamkeit vom Problem und der Annahme einer Unabänderlichkeit weg zu wenden. Statt dessen soll er sich vergegenwärtigen, dass er über autonome Möglichkeiten verfügt, die zu einer Lösung führen können.

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Negative Glaubenssätze

Geschehen Ihnen immer wieder die gleichen, unangenehmen Dinge? Verlieben Sie sich immer wieder unglücklich? Leiden Sie unter belastenden Emotionen oder Ihrem Verhalten? Gelingt es Ihnen nicht, erfolgreich zu sein? Die Gründe dafür liegen in Ihrem Unterbewusstsein.

Ihre unbewussten Glaubenssätze und Glaubenssysteme erschaffen Ihre persönliche Realität. Negative Glaubenssätze verursachen Probleme psychischer, physischer, mentaler, emotionaler und spiritueller Natur. Einschränkende Glaubenssätze können lauten "ich bin schwach" oder "keiner liebt mich" oder "ich darf nicht gesund sein". Diese Glaubenssätze und inneren Haltungen entstehen meist schon sehr früh in der Kindheit. Je jünger ein Mensch zu der Zeit ist, in der er einen Glaubenssatz aufnimmt, desto massiver ist dessen Einfluss auf sein Leben.

Die Gedanken und Gefühle, welche aus dem Unterbewusstsein zu uns drängen, beeinflussen unsere Entscheidungen, unsere Handlungen, bestimmen unseren Erfolg oder Misserfolg, unsere Gesundheit, die Qualität unserer Beziehungen usw. Die verinnerlichten Glaubenssysteme sind verantwortlich für die Qualität unseres Lebens. Sie bleiben normalerweise lebenslang bestehen und regieren unser Leben.

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Teilpersönlichkeiten

Die Persönlichkeit
und ihre Teile

Person kommt von "personare", was durchtönen bedeutet. Mit der Persönlichkeit, die wir haben, zeigen wir uns in der äußeren Welt, drücken uns aus durch die vielen Arten von Kommunikation, durch unser Verhalten und durch unser äußeres Erscheinungsbild.

Eine Persönlichkeit besteht aus vielen Teilen, die man auch "Teilpersönlichkeiten" nennen könnte. Diese Teilpersönlichkeiten bilden die Struktur unserer individuellen Persönlichkeit. Dazu gehören zunächst einmal die Rollen, die wir im Leben darstellen und in denen wir uns auch unterschiedlich verhalten: im Beruf, in der Familie, in Beziehungen etc.

Die Persönlichkeit wird sowohl von den eigenen Talenten wie auch durch das Umfeld, in dem man aufgewachsen ist, geprägt. Häufig entwickeln sich bestimmte Verhaltensmuster, die sehr dominant im Leben wirken. Häufige Teilpersönlichkeiten, die bei vielen Menschen anzutreffen sind: z.B. der Perfektionist, der Kritiker, das innere Kind, der Antreiber, die gute Mutter usw.

Den meisten Teilpersönlichkeiten liegen bestimmte Qualitäten zugrunde, die für unser Leben sehr nützlich sind, z.B. die Fähigkeit zu verzichten, Dinge und Situationen kritisch bewerten und beurteilen zu können oder mit einer gesunden Skepsis etwas zu hinterfragen. Auch das Streben nach Vollkommenheit, das als Qualität dem Perfektionisten zugrunde liegt, ist eine Qualität, die zu unserer Entwicklung beiträgt.

Diese Teilpersönlichkeiten können aber auch einengen und sehr viel Lebensfreude nehmen. Das ist dann der Fall, wenn sie zu dominant werden oder ein schwaches Gegenüber haben. So steht zum Beispiel dem "Skeptiker" als Polarität der "Vertrauensvolle" gegenüber. Wenn ein Teil zu sehr überwiegt, beginnt das Problem. Mit einer ständigen Skepsis enge ich Möglichkeiten und Chancen in meinem Leben ein, mit zu viel Vertrauen kann ich leicht Schaden erleiden.

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